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Großes Interesse an den "Riesen in der Stadt"

Rund 180 Tagungsteilnehmende aus Forschung und Praxis fanden sich am 28.10.2015 an der TU Dortmund ein, um im Rahmen der Jahrestagung Städtebauliche Denkmalpflege 2015 "Im großen Maßstab: RIESEN IN DER STADT" über den Umgang mit Großstrukturen zu diskutieren.

Viele der großen Bauwerke und Anlagen aus den 1960er und 1970er Jahren stehen derzeit vor komplexen Herausforderungen, sei es, weil sie den funktionalen Anforderungen nicht mehr genügen oder weil sie sanierungsbedürftig sind.

Nach zwei Einstiegsvorträgen aus Sicht der Forschung (Prof. Dr. Gerhard Vinken, Otto-Friedrich-Universität Bamberg) und der Fachverwaltung (Dr. Dorothee Boesler, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur) wurden unterschiedliche Aspekte in drei Themenblöcken angesprochen und diskutiert: Im Block "Großbauten als städtische Dominante" wiesen Dr. Olaf Gisbertz (TU Braunschweig), Manfred Kühne (Senatsverwaltung Berlin) und Stefan Rethfeld (Journalist) auf die stadträumliche Bedeutung und die Spezifika von Großbauten wie Kaufhäuser, Messebauten und Bürogebäude hin. Unter dem Titel "Großstrukturen im städtebaulichen Kontext" stellten im zweiten Block Dr. Hans Hanke (LWL-Denkmalpflege), Yasemin Utku (TU Dortmund) und Dr. Ulrike Wendland (Landeskonservatorin Sachsen-Anhalt) komplexe Anlagen wie Campus-Universitäten, Freizeitgroßstrukturen sowie Großwohnanlagen vor, die unter starkem Anpassungs- bzw. Veränderungsdruck stehen. Im Block "Riesen in der Stadt – Bewusstseinsbildung und Akteure" berichteten Dr. Ursula Baus (Architekturkritikerin), Merlin Bauer (Konzeptkünstler) sowie Marco Hosemann (Initiative Cityhof) von vielfältigen Strategien in der Auseinandersetzung und im Umgang mit diesen Bauten und Anlagen, die von reinen Rendite-Absichten über künstlerische Interventionen bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement reichen. Abgerundet wurde das Programm von einem Vortag von Tim Rieniets (Landesinitiative 2020 StadtBauKultur NRW), der jenseits denkmalpflegerischer Absichten und Anlässe über die Chancen der Großbauten und -strukturen für zukunftsfähige Entwicklungen sprach. Insgesamt wurde im Rahmen dieser Tagung ein thematischer Bogen gespannt, der den Blick auf die vielfach ungeliebten Bauten und Anlagen der Nachkriegsmoderne weitete und differenzierte Handlungsansätze für einen zukunftsfähigen Umgang mit den "Riesen in der Stadt" aufzeigte.

Eine Dokumentation der Tagung wird in 2016 in der Schriftenreihe der Fachgruppe Städtebauliche Denkmalpflege veröffentlicht.

Weitere Informationen unter www.staedtebau-denkmalpflege.de